Vom Acker zum blühenden Randstreifen
Stadt Bremerhaven
Kategorie:
Arten- und Biotopschutz
Schlagworte:
Arten- und Biotopschutz, Kooperation mit Stadtteil
Projektlaufzeit:
Apr. 2013 bis fortlaufend
Partner:
Stadtteilkonferenz, Kindergarten, Grundschule, NABU
Förderer:
Umweltschutzamt Bremerhaven
Kontakt:
Stadt Bremerhaven
Umweltschutzamt
Theresia Lucks
Entlang des Düllmannweges verläuft die Stadt- und Landesgrenze. Der Düllmannsweg ist eine wichtige Freiraumverbindung in angrenzende Naturräume Niedersachsens. Die städtische Wegeparzelle umfasst einen circa vier Meter breiten Randstreifen nach Osten. Dieser Streifen wurde bislang beackert (Maisanbau) bzw. war eine schmale artenarme Ruderalflur mit Dominanz von Topinambur (aus Gartenabfällen eingewandert), Giersch und Brennnesseln, in der sich teilweise sogar Gartenabfälle versteckten.
Gemeinsam mit Anwohnern, der Stadteilkonferenz Surheide, dem NABU sowie Schule und Kindergarten aus dem Stadtteil wurden am 19.04.2013 in einer tollen Aktion auf dem etwa 470 Meter langen Übergang von Stadt zu Land über 180 vom Umweltschutzamt gespendete Vogelnährgehölze gepflanzt und eine artenreiche Wiesenmischung angesät, unter anderem Kornblume, Wiesenflockenblume, kleiner Klappertopf und Kuckuckslichtnelke. Die Gehölze und der Blühstreifen sollen Vögeln und Bienen in der Stadt wieder Nahrung geben. Auch andere Tiere wie der Feldhase profitieren in Ackerrandstreifen vom erhöhten Nahrungsangebot.
Im Sommer 2013 zeigte sich der Blühstreifen in voller Pracht. Viele Spaziergänger konnten diesen Naturgenuss erleben. Eine Familie hat bereits die Patenschaft für einen Abschnitt des Blühstreifens übernommen und kümmert sich ums Wässern und Freischneiden der jungen Gehölze, damit sie ausreichend Licht erhalten. Die jungen Ebereschen, Apfelbäume, Holunder und Wildrosen sollen künftig auch etwas Schutz geben, wenn im Winter der scharfe Ostwind pfeift.
Der Düllmannsweg wird wieder ein typischer Siedlungsrandweg, der zur Erholung und Naturbeobachtung einlädt, ein Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten im Übergang zur freien Landschaft.


